THESEUS TALENTE 2008
Nachdem ich in den letzten Wochen aufgrund von Prüfungen nicht in der vorgesehenen Form bloggen konnte, habe ich heute einen äußerst triftigen Grund dazu.
In Berlin wurden gestern, also am 17. Juni 2008, die Preisträger des Wettbewerbs “THESEUS TALENTE 2008″ ausgezeichnet, zu denen auch ich gehörte. Was ich allerdings erst vor Ort erfuhr, war die Tatsache, dass ich mit meiner Ideenskizze - für mich vollkommen unerwartet - den ersten Platz belegt habe. Das hat mich natürlich sehr gefreut und um so mehr darin bestärkt, diesen Weg weiter zu verfolgen.
Sicherlich habe ich auch meiner Staatsexamensarbeit “Semantische Netze, semantische Merkmalsstrukturen und Prädikationen vor dem Hintergrund einer maschinellen Verarbeitung” einige Anregungen und vor allem viel fachspezifisches Wissen zu verdanken. Auch das Seminar “Embedded Metadata”, das ich im vergangenen Wintersemester “just for fun” belegt habe, hat rückblickend betrachtet sicherlich einige Impulse geben können. Der Rest speist sich aus meinen Erfahrung als ganz normaler Nutzer des Internets.
Pressestimmen gibt es bislang hier (heise.de - ich bin so stolz!) und hier sowie auf der Seite des Thesus-Programms direkt.
Auch die Computerzeitung hat mittlerweile einen Artikel veröffentlicht.
Nach einer kleinen Rikschatour durch Berlin und der etwas längeren Heimfahrt im Zug wünsche ich vorerst eine gute Nacht und verspreche, in den nächsten Tagen auch noch einige Inhalte einzupflegen.
P.S.: zur Benutzung der blogeigenen Tagging-Funktion bin ich jetzt mal ein wenig “zu faul”
und bitte um Nachsicht - auch wenn Wordpress 2.5.1 mittlerweile schon Vorschläge liefert. Diese sind allerdings nur alphabetischer und noch nicht semantischer Natur.
17 Kommentare für “THESEUS TALENTE 2008”
E-Fee IT-Blog
[...] Wer aber mehr dazu wissen möchte, was, wie und wobei ich gewonnen habe, der liest weiter unter: http://www.kraus-sonja.de/semantik/142008-06/theseus-talente-2008/ Geschrieben von Sonja Kraus in Interna um 01:26 | Kommentare (0) | Trackbacks [...]
Johannes
Hey, Herzlichen Glückwunsch. Hatte deinen Namen eben bei heise gelesen und er kam mir doch irgendwie bekannt vor
Jan Schnasse
Liebe Sonja,
herzlichen Glückwunsch zum ersten Platz! Und vielen Dank für die lobende Erwähnung des Seminars!
Alles Gute wünscht
Jan Schnasse
Pelle Boese
Na wenn das mal nichts ist! Herzlichen Glückwunsch, vielleicht wird ja doch noch was aus dir
Sonja Kraus
Vielen lieben Dank für die bislang eingetroffenen Glückwünsche!
@Johannes: das feiern wir dann im Juli, falls ein Stammtisch stattfindet. Trutz meinte sowas von fehlendem Backlink, aber andererseits wäre ich dann wohl “geheist” worden.
@Jan: vielen Dank für die lobende Erwähnung auf der HKI-Seite!
@Pelle: bestanden da jemals Zweifel?
Kim Korte » Blog Archive » Theseus-Talente: Sonderpreis für Tagging-Artikel
[...] auf die Bühne, wo ich meine Urkunde entgegennahm. Die glückliche Gewinnerin heißt Sonja Kraus und hat über das gleiche Thema geschrieben, wie ich (Tagging). Ihr Beitrag wurde mit ganzen [...]
Jakob
Stellst du den Text online? Das wäre nett! Oder soll er noch anderweitig publiziert werden? Dafür gäbe es bestimmt Interessenten, aber erstmal online wäre das Beste. Schöne Grüße und herzlichen Glückwunsch!
Sonja Kraus
Anderweitig publiziert wohl eher nicht, aber schon mal hinterfragt, warum die Wettbewerbsbeiträge bislang noch nicht vom Theseus-Programm selbst online gestellt worden sind?
Immerhin gibt es angeschlossene Unternehmen, die in das Programm auch finanziell involviert sind. Ob es denen recht ist, wenn ein “Trittbrettfahrer” (anderes Unternehmen, ggf. Ausland) die skizzierte Idee so 1:1 umsetzt und am Ende noch in dieser Form patentieren lässt?
Dirk Röhrborn
Auch ich würde sehr gern die Arbeit (Glückwunsch!) lesen. Es entspricht m.E. einer guten wissenschaftlichen Kultur, gerade preisgekrönte Arbeiten zu veröffentlichen und der Community zugänglich zu machen. Das sollte insbesondere dann gelten, wenn öffentliche Förderung im Spiel ist. Nach einer solchen Veröffentlichung ist es mit einer ohnehin schwierigen Patentierbarkeit dann vermutlich vorbei.
Sonja Kraus
Wie oben bereits erwähnt, ist es nur zum Teil öffentlich gefördert. Die andere Hälfte der Gelder kommt aus Wirtschaftsunternehmen. Selbst wenn nichts patentierbar sein sollte, so haben diese meiner Ansicht nach dennoch ein “Erstrecht” auf die Umsetzung diese Ideen.
Da sich derzeit noch einige Dinge im Entscheidungsprozess befinden, wird die Ideenskizze zum gegenwärtigen Zeitpunkt definitiv nicht online gehen. Wer den RSS-Feed also nur deshalb abonniert hat … ich freue mich natürlich über diejenigen, die weiterer Beiträge harren, die auch noch folgen werden.
Anhand auch mancher E-Mails erwacht der Eindruck, dass so manch einer mich für naiv hält. Dem ist nicht so.
@Herrn Röhrborn: Ich denke, von jemandem, bei dessen eigenem Portal (s. E-Mail-Adresse) selbst der Zugang zur Startseite und zum Impressum eine vorherige Registrierung erforderlich macht, die übrigens rein usability-technisch nicht sehr gelungen ist, muss ich mir kein schlechtes Gewissen machen lassen.
Llullist
Ein Erstrecht auf die Umsetzung von Ideen sollte der Ideengeber besitzen. Das nennt sich Copyright. Welches man als Ideeninhaber natürlich veräußern kann. Wenn ein Maler/Schriftsteller/Musiker für einen Teil seines Werkes einen Preis gewinnt, tritt er i.d.R. noch lange nicht sein Copyright an diesem Werk an die Jury ab. Es sei denn, es sind Knebelverträge im Spiel - wie in der Unterhaltungsindustrie (”Preis” als Verkaufspreis/Werkvertrag). Ich will Ihnen, Frau Kraus, keinerlei Naivität unterstellen. Ich kenne auch nicht Ihre Verhandlungssituation. Ich habe nur mein ungutes Gefühl formuliert, das sich aus den Selbstaussagen des DFKI speist. Ich halte diese Wettbewerbsmasche nicht für eine lobenswerte Förderung des IT-Nachwuchses in Deutschland, sondern für einen billigen Einkaufstrick von “Experten”, die am Ende ihres Lateins sind. Daß Europa (uneinholbare und selbstverschuldete) Defizite im NLP/AI-Sektor aufweist, ist ja glasklar. So wurde das Theseus-Kind ja überhaupt erst geboren. Sollte im Bereich “Semantic Web” irgendetwas laufen können - in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten (ich selbst glaube fest daran), dann wird das ein Milliardengeschäft der Post-Google-Phase. Das ist ja wohl auch das erkärte (Geschäfts-)Ziel des Theseus-Konsortiums. Wer da mitmischen will und eine gute Idee hat, sollte sich hüten, sie zu verscherbeln - geschweige denn, sie zu verschenken. Lieber ganz amerikanisch über ein StartUp nachdenken - auch wenn das der steinigere Weg scheint. Es sei denn: money does not matter.
Llullist
Vielen Dank für die “Freischaltung” meines Kommentars, Frau Kraus (zugegeben: den ersten Kommentar behalten Sie besser für sich - auch wenn ich dazu stehe, Unglückskinder auch mal beim Namen zu nennen, wenn’s mich ärgert … .)
Gruß,
mp
Mikko
Als “dritter” Gewinner des Theseus-Programms, also einer derjenigen deren Namen nicht genannt werden, finde ich auch, dass man als Ideengeber das Erstrecht besitzen sollte.
PS: das Preisgeld wurde immer noch nicht überwiesen
Llullist
@Mikko, guten Tag.
Ich habe mich da etwas unklar ausgedrückt. Als Ideengeber SOLLTE man nicht das Erstrecht der Verwertung besitzen, sondern man BESITZT es. Das ist gängiges Medienrecht.
Und: Preisgeldüberweisung ? Gibt es da nicht normalerweise (pressewirksame) gedeckte (!) Schecks ?
Klingt alles irgendwie … weiß nicht, bananenrepublikmäßig !?
Laßt Euch nicht verarschen.
Gruß,
mp
Marius
Hi! Auch von mir erstmal Glückwunsch!
Was ich gerne wissen möchte: Kann man irgendwo genaueres pber dein Projekt lesen. Sprich: Gibt es darüber im Internet eine Arbeit oder ein Dokument?
gruß
Marius
Trà Nhân Vũ
Hallo Sonja,
ich bin gerade auch dabei meine Abschlussarbeit im Bereich Tagging zu schreiben. Wäre schön, wenn Du ein Paper hättest, in dem man deine Gedanken nachvollziehen könnte.
Tagging hat Zukunft? | WUTSCHINJEN
[...] Talente und am 17.06.2008 wurde in Berlin die Preisträger vorgestellt. Der erste Platz ging an Sonja Kraus, die sich mit automatischen Vorschlag für Tagging-Prozess beschäftigt. Also wie kann man dem [...]
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